

Die Geschichte der Puppenstube geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Das älteste bekannte Puppenhaus wurde 1557 für Herzog Albrecht V. von Bayern gebaut – allerdings nicht als Spielzeug, sondern als kleines Kunstwerk und Schaustück. Im 17. und 18. Jahrhundert griffen reiche Patrizierfamilien in Nürnberg und Augsburg diese Idee auf und ließen sich ihre Häuser im Kleinformat nachbauen, um ihren Reichtum zu zeigen. Zu dieser Zeit waren sie lediglich Präsentationsobjekte der Erwachsenen und Anschauungsobjekte für Kinder. Erst im Biedermeier entstanden die ersten Puppenstuben für Mädchen, um sie spielerisch auf ihre spätere Aufgabe als Hausfrau vorzubereiten. Vorbild waren die Wohnungen gehobener Bürgerfamilien, die möglichst naturgetreu nachgebildet wurden.
Herrschaftliche Häuser und Villen im Miniaturformat
Benno und Rita Allemann aus Luzern haben während zwanzig Jahren über hundert Puppenstuben, alle entstanden zwischen 1840 und 1940, gesammelt. Ihre Schätze machen sie in ihrem Museum in Luzern für alle interessierten Besucher zugänglich. Das frauen netz lädt ein, diese Ausstellung am Dienstag 04. Juni 2013 gemeinsam zu bestaunen. Treffpunkt ist um 13.20 Uhr am Bahnhof Küssnacht, wo der Zug um 13.34 Uhr abfährt, der Einstieg in Merlischachen ist auch möglich. Für das Bahnbillett ist jeder selber verantwortlich. Der Museumsbesuch dauert ca. eine Stunde. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Tauchen Sie ein in eine kleine, aber feine Welt und lassen Sie sich in die gute alte Zeit versetzen.